Über Christian Job

SR 3 Radiostimme, Musical-Freund und Disney-Fan °o°

Peggy March – Musiklegende und Marvel-Fan

 

und hier der Bericht von unserem Kennenlernen, Peggys Reaktion als sie das Bild sieht – ‚Haha die Weste habe ich noch!“…..

Peggy March hatte in den 60ern Anlauf zu ihrer Weltkarriere genommen. Wie damals üblich wurden eingängige Melodien mehrfach verwertet. Es gab in Großbritannien einen Hit von Petula Clark. Dieses ‚Chariot’ wurde in den USA gleich zweimal neu eingespielt. ‚Ricky Nelson’ sang ‚I will follow you’ und die kleine 15-jährige Peggy March folgte musikalisch ‚ihm’.

‚I will follow him’ kam 1963 an die Spitze der US-Hitparade. Und wo erfuhr sie davon? Das wollte ich wissen: „Daheim beim Putzen in der Küche“, erzählte Peggy March stolz, denn ihre Eltern hätten sehr genau darauf geachtet, dass man auf dem Teppich bleibe. Und zu den Aufgaben der jungen Peggy habe es damals gehört, freitags beim Großreinemachen zu helfen. Dabei habe sie die Nachricht aus dem Radio erfahren. Damals noch ‘Little Peggy March’ genannt, machte der heranwachsende Teenager allerdings bald unmissverständlich deutlich, dass sie mit einem ‚Klein-Erna Image’ keine Karriere begründen wollte. So bekam sie am 15. Geburtstag von der Plattenfirma eine Torte mit ihrem Namen und das ‚little’ war mit Kuvertüre durchgestrichen.

Weltstars sind Frühaufsteher. Mochte ein blutjunger Anfänger vor Mittag kein Auge aufbekommen. Peggy March nahm mit 8 Uhr am Morgen den frühesten aller Interviewtermine und war pünktlich mit ihrem Ehemann und Manager Arnie Harris wach und fröhlich im Studio.

40 Jahre waren March und Harris da schon zusammen. Ihr Kennenlernen musste  einst verschoben werden, weil sie ihren angehenden Manager öfter versetzte. Das war der Liebe aber offensichtlich nicht abträglich. Jahrzehnte danach waren Verspätungen denn auch längst Geschichte und das Paar war offen für ein langes Interview. Arnie saß im Studio dabei, flüsterte ab und an ein Stichwort ein und gab abseits der Interview-Runden Anmerkungen und Anekdoten zum Besten.

Es war das pralle Leben einer langen Showkarriere. March, die mit nur wenig Akzent redete, konnte ihr großes Sprachtalent mit Erfolgen in vielen Ländern belegen. Sie war dank sizilianischer Wurzeln mit italienischen Liedern in den Hitparaden gelandet. Aber auch in Japan ging es nach oben, weil sie in der Nachbarschaft in den USA damals eine Bekannte und Aussprachehilfe aus dem Land des Lächeln hatte.

Von Deutschland und ihrer Zeit als Schlagerstar bei uns schwärmte sie mit vielen tollen Produktionen. Arnie Harris, der mit seinen über 80 schon etwas klapprig war, aber messerscharf in seinen Erinnerungen, gab später an, er habe schon ganz früh in Amerika Big Bands gemanagt. Aber was in Sachen Show- und Unterhaltung in den 60er und 70 Jahren in Deutschland geleistet worden war, das sei einzigartig gewesen: „Christschen, diese Fernsehzeit hier, so was gab es in Amerika su diesa Zait niggt, das war grauenvoll mit andauernd Commercials. Hia bei Euch ob Peder Alexander oder andere, ganz große Shows mit Orchestra und alles. Wir sind froh, hier dabei gewesen su sain, glaub mir!“

Arnie wusste wovon er sprach, lange hatten er und Peggy March in München gelebt. Harris war eine zeitlang auch für andere Künstler tätig gewesen und kümmerte sich auch um Peter Maffay, bis dieser schließlich lieber in Lederjacke den Weg in die Rockmusik wählte

Peggy March strömte die große Zufriedenheit einer glücklichen Oma aus. Für ihre Tochter habe sie karrierebedingt nicht soviel Zeit gehabt, aber jetzt mit dem Enkelkind dürfe sie manches nachholen. Die Lieder zu ihrer aktuellen CD habe sie teilweise draußen im SUV geübt, weil sie drinnen nicht das Mittagsschläfchen der Kleinen stören habe wollen.

Diese aktuellen Produktionen enthielt neben neuen Songs ihre alten Hits wie „Mit Siebzehn hat man noch Träume“ oder „In der Carnaby Street“ neu aufgenommen. Entgegen der Originale waren die Arrangements allerdings eher günstig im Computer erstellt worden. Kein Vergleich mit den saftig und von Hand gespielten Orchesterteilen früherer Jahre. Ehemann Arnie hatte Recht, damals war das in Deutschland noch anders. Also sprachen wir über Peggy March Album davor. Das war in Amerika entstanden und auch nur dort zu haben. Das war großer Klang mit Streichern und Big-Band-Bläsern. Offenbar hatten die Amis für ihre damalige Nummer eins ein angemessenes Buget für Studioaufnahmen. Aber Oma Peggy war zufrieden und freute sich über den Respekt, den man ihrem Lebenswerk entgegenbrachte. Dass ihr Hit ‚I will follow him’ mit den ‚Sister Act’ Produktionen im Kino und später auch auf der Musicalbühne durch Whoopie Goldberg Unsterblichkeit erlangten, machte sie glücklich.

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Alexa Feser – 1A Momente im Radio

..zum letzten Flachwitz kam es nicht mehr  …dass Cptn. Kirk ein großer Fan von ihr ist, weil er nie ohne Phaser die Enterprise verlässt.

Alles andere wurde besprochen

am 10. Mai erscheint Alexas viertes Album – A! … 10. Oktober ist sie in Neunkirchen. Für den Tee am Ende hat es im Tourstreß natürlich nicht mehr gereicht. Aber wir haben zusammen drüber gelacht, dass der Amazon Echo gleich auf sie anspringt. Bei ‚ALEXA! Feser!‘ weiß die Maschine gleich wo die Reise hingehen muss…