Europapark – echtes Fliegen im Voletarium

Neben Micky ist mittlerweile auch Ed EuroMAUS ein echter Kumpel…

Ed und job.jpgSein Zuhause, der Europapark in Rust, hat in diesem jahr einen wahren Knaller gelandet. Echtes Fliegen, ein Traum – so alt wie die Menscheit – wird wahr. Wie der Adler ganz oben seine Bahnen zieht, geht das nun täuschend echt auch ohne Flügel. Der Riesenoschi mit orange-grauer Front hinter der Deutschen Allee heißt Voletarium!

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Man sagt, diese teuerste Attraktion bisher habe 25 Mio Euro gekostet.
Erzählt wird die Geschichte vom Fliegen. Der Besucher hebt schließlich selbst ab und erlebt Europa von oben…Hier der Test zum Hören:

Und wo wir schon so schön in der Luft sind…der neue Wasserpark für 2019 bekommt die ersten Fundamente…Auch dort soll der ‚Adventure Club of Europe‘ seine Bahnen ziehen.   … es bleibt also spannend.

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P.S. ach ja und Thomas Gottschalk habe ich auch getroffen, der jobbt jetzt bei den ‚Piraten in Batavia‘

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Rainhard Fendrich – für immer a Wiener

DOCH IN MIR DRIN BLEIB I IMMER A WIENER
IHR KENNTS MI GERN HAB’N
ABER SICHER NET VERBIAG’N

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Ich liebe diese österreichische Melange aus Sarkasmus, Herz, Augenzwinkern und Lebenslust. Ich mag die Wiener seit ich zum ersten Mal in den 80ern mit der Schule die K-u-K-Metropole besuchen durfte. Ich kann mit dem Begriff ‚Schmäh‘ etwas anfangen und weiß, dass der Wiener schon mal äußerlich lächelt und tief drinnen ‚Arschloch‘ denken kann. Auch ist mir bewusst, dass gerade eine Kulturstadt wie Wien die größten Talente hervorgebracht hat, die Musik, Schauspiel und Show zu bieten haben. Rainhard Fendrichs Musik ist schon immer Teil meiner Playlist. Er ist Wiener, er ist seit Jahrzehnten europaweit ein Star.

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Ihm zu begegnen war als Bewunderer lange mein Wunsch. 2010, drei Jahre später nocheinmal und jetzt hat es geklappt. Vielleicht stimmt es, was man über die Wiener Seele sagt? Dass sie sich nicht gleich jedem offenbart? Wahrscheinlicher ist aber, dass ein Künstler an dem über Jahrzehnte gezerrt und gezogen wird, der ungefragt ständigt das Mikrofon vor die Nase gehalten bekommt, nicht in jedes Interview geht, um gleich das Buch seines Lebens am spannendsten Kapitel aufzuschlagen. Mittlerweile ist mit das frühere  Gewimmer des enttäuschten Fans fast peinlich, denn das dritte (das für alle guten Dinge) Treffen geriet zum herzlich-lustig-spannenden Talk bei offenem und geschlossenen Mikrofon:

Als wir uns gleich zu Beginn zum obligaten Internetfoto aufstellen, dämmert es dem Künstler: ‚dös Foto hamma schoma g’macht, oda?“ Ich zeige am Handy die Collage ‚Interviepartner im Wandel der Zeit‘ und Fendrich lacht. Kurz darauf blättert er im SR 3 Gästebuch mit den Autogrammkarten der Kollegen: „Wer is das?“, fragt Rainhard. „Johnny Logan!“…“Echt? der Johnny, whow, dreimoi Grand Prix g’wonnen – Hammer!“ „Der erzählt die allerbesten Witze, die man wirklich noch nicht kennt“, ergänze ich von der heiteren Begegnung mit dem Iren wenige Wochen vorher. „Bass auf! Ich erzähl dir jetzt den allerbesten Witz“, nimmt Fendrich die unausgesprochene Herausforderung an, „Kommt ein Mann zum Arzt und sagt, ‚Herr Doktor ich bin eine Motte!‘, da sagt der Arzt, ‚ja da müssen sie zum Psychiater und nicht zu mir‘, und der Mann antwortet ‚ja, aber bei Ihnen….“ „… hat Licht gebrannt!‘, ist es mir voll peinlich, nicht unvoreingenommen die Pointe abwarten zu können. „Genau d e r war auch Johnnys Lieblingswitz.“ Schallendes Lachen tönt im Studio.  Die Stunde verfliegt, der Fan hat einen seiner Lieblingskünstler ganz für sich und darf locker über den Studiotisch fachsimpeln. „Die ‚Geisterbahn‘ ist in all den Jahren eine der schönsten Geschichten, die du im Lied erzählt hast, finde ich“. Er stimmt mir zu: „joa schön morbid, und der Geist woa übrigens i! In der Liste meiner echten Berufe nenn‘ ich immer ‚professionelles Gespenst‘. Ich musste in einer uralten Geisterbahn im Prater Leute erschrecken, ein Glas Wasser übergießen, ‚uaaaaahhh‘ rufen. War schlecht bezahlt, habe das nicht lange gemacht, aber ich war echter Pratergeist.“ Die Auswahl der Titel, die sich Rainhard Fendrich für die Live-Sendung spontan wünschen darf, ist genauso spannend wie heiter: „Hast ‚Piano-Man‘ vom Billy Joel?“, fragt er und ich suche in der Datenbank der Sendeautomation im Netzwerk: „Klar aber fast sechs Minuten sind lang.“ „Verstehe, dann ‚Inna gadda da vida‘ in voller Länge und ‚Habe die Ehre'“, prustet er. Wir nehmen ’she’s always a woman‘ vom Pianoman Joel und plaudern über den Vater des Weltstars, der aus Wien stammt.

Im Interview antwortet Fendrich geschliffen, pointiert und nie ausufernd. Vollprofi mit Fleisch am Knochen des Gesagten. War ich vor Jahren noch über die ‚geskripteten‘ Aussagen etwas irritiert, bekomme ich nun off Air die plausible Erklärung. Seine Ansagen und Statements würde er sich daheim mit viel Aufwand erarbeiten, daran feilen und gerne auf Pointe bürsten. Wenn es ihm dann gelänge, alles wie gerade spontan formuliert rüberzubringen, sei es perfekt. Natürlich! Die 1. Regel aus dem Grundgesetz des Showgeschäfts,  die Fendrichs Herzblatt-Vorgänger Rudi Carell stets wichtig war: ‚wer ein Ass aus dem Ärmel ziehen will, muss vorher eins reintun‘.

Rainhard Fendrich, verbiegen muss er sich wirklich nicht, der Wiener. Ein Rundum-Entertainer, von denen es nurmehr ganz wenige gibt. Hoffentlich auf weitere Treffen!

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Hier was alle hören konnten, eine der wienerischsten Radio-Stunden ….

Johnny Logan mag ‚pfälzisch folk‘

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Johnny Logan zu treffen ist immer ein großer Spaß. Da wird gelacht bis die Tränen fließen, dann aber auch offenen und ehrlich über ernste Gefühle geredet.

‚It is what it is‘ heißt das neueste Album von ‚Mister Grand Prix‘ (dreimal ‚Nummer Eins‘ als ‚Europameister im Singen‘, sowohl als Interpret als auch mit eigenen Songs) das macht dem Iren bis heute keiner nach. Das aktuelle Album ist handgemacht. Da spielt eine Band seine zwölf neuesten Songs, die Johnny nach 30 Jahren im Korsett verschiedener Plattenfirmen jetzt so geschrieben und aufgenommen hat, wie er es wollte. Es gibt eine Menge Ohrwürmer, fetzige Grooves: Jazz, Rock, Folk und die unvergleichlichen Logan-Balladen, die aus dem Herzen kommen und sofort den Nerv der Fans treffen. ‚Forever and day‘ ist so eine Melodie. Ein zweites ‚Hold me now‘, sagt Johnnys Bruder, der Gitarre spielt. Das stimmt. Selbst dieser 30 jahre alte Eurovisionsschmachtfetzen ist soviel mehr als Liebeskitsch. Sehr ernst aber froh erzählt Logan, wie er den Song neulich zur Beerdigung seiner geliebten Tante bei der Trauerfeier gespielt hat und erkannte, dass auch das traurige Abschiednehmen mit diesem Klassiker sehr anrührend umschrieben werden kann. Das sind unvergessliche Interview-Momente, wo man in die Seele des Künstlers schauen darf. Ein großes Geschenk. Danke Johnny! …auch dafür, dass Du diesen unvergleichlichen Humor deiner Heimatinsel mit jeder Faser lebst.

Logan-Witze sind die besten und Folkexperte ist er schon genetisch bedingt. Denn der 63-Jährige Star erkennt sofort, dass es die Anonyme Giddarischde aus der Pfalz absolut drauf haben….

Sebastian Krumbiegel – Courage zeigen

Zwei fesche 50er tauschen mal wieder Erinnerungen aus. Sebastian ist ein knappes halbes Jahr älter als ich. Zur gleichen Zeit trugen wir Uniform, er bei der NVA, ich bei der Bundeswehr. Diesmal treffen wir uns in dunkel bis schwarz gekleidet, was bekanntlich schlank macht…

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Der Sänger und der Radiomann freuen sich über den Schnapsschuss. Ebenso wie über die Geschichte unseres ersten Zusammentreffens – damals, beide Anfang 20 – der Interviewer noch weit davon entfernt, dolle Fragen zu stellen und die Gesprächspartner aus der Hitparade mit selten ernstgemeinten Antworten. Seitdem bin ich Prinzenfan.

Jetzt haben Heiterkeit und Ernst den richtigen Mix. Sebastian hat sein Leben in der DDR in einem Buch aufgeschrieben. Wie der aufmüpfig junge Herzbube, so hießen die Prinzen zuerst, jetzt als gereifter Mann sein Leben aufarbeitet ist sehr anrührend. Es geht um Courage, um linientreue Lehrer im Sozialismus und solchen die Kirche im Dorf ließen. Die Thomaner als musikalische Drillanstalt liefern die Kulisse für Streiche als Lümmel von der ersten Bank, aber auch für tragische Geschichten, wenn z.B. der ältere Krumbiegel Rückrat beweist, zu seinem jüngeren Bruder steht und ihn als Mobbingopfer in Schutz nimmt. Die Frage nach Schuld und Mitläufertum, Mut und Engagement wird am Beispiel der Menschen in seinem Leben deutlich. Natürlich geht es auch um Musik, z.B: wie der damals oft besoffene Udo Lindenberg die Prinzen zum ersten Mal mit auf Tour nimmt. Lange hat Sebastian sich nicht getraut zu schreiben, doch dann auch hier Courage beweisen. Das Ergebnis ist spannende jüngste Zeitgeschichte, Alltagserlebnisse in der untergangenen DDR, dabei Spaß und Kunst eines Chorknaben und Popsängers.

Es gab viel zu bereden…..

BEACH – Urlaubsfeeling im Holidaypark

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Das ist wie Sommerferien am Strand! Palmen, Bananen, bunte Holzhütten wie auf den Inseln mit Ganzjahres-Sommer um 30 Grad, die im sanften Wind nicht Schwitzen machen. Da stellt sich auch im kühldeutschen Frühjahr das Freibad-Feeling ein, wenn man im Übergangsjäckchen durch den neuen BEACH-Bereich im Holidaypark flaniert. Zuletzt gab es mit der Sky Scream eine neue Attraktion für die Achterbahn-Freaks, jetzt wird Boot gefahren – gemütlich für die Kleinen und mit mehr Speed für die Freunde der rasanten Kirmesfahrt auf der ‚Beach Rescue‘-Bahn.

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Auch die Wasserski-Show ist spekakulär wie ehedem und feiert mit ‚Celebration‘ schon das 35. Jubiläum in Hassloch.