Badesalz – Mailbox-Terror

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Rainhard Fendrich – live und akustisch

Besonders spannend sind Radiointerviews, wenn sie in der Live-Sendung stattfinden. Denn dann ist während die Musik läuft wunderbar Zeit zum Fachsimpeln und Anekdoten auszutauschen. Mit Rainhard Fendrich macht das immer besonders viel Spaß:

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Zur Präsentation der Benefiz -CD ‚Für immer a Wiener‘ ’nerden‘ wir gemeinsam ein bissel in Sachen Musikaufnahmen. Fendrichs nächstes Studioalbum liegt in der Demoversion sozusagen fertig daheim: „Ich bin gespannt, wenn ich es jetzt wieder höre“, sinniert der Erzähler unzähliger herziger Geschichten und Komponist ebenso vieler Ohrwümer, „wie mir das alles gefällt, wenn ich etwas Abstand dazu habe.“ Mir fällt der alte Peter Kreuder ein, der genau das immer gepredigt hat. Eine Musikaufnahme könne erst nach mindestens vierzehn Tagen wirklich beurteilt und bewertet werden. Denn so lange dauerte es bei Kreuders früher Studioarbeit (in den 20er und 30er Jahren) bis aus der Wachsplatte eine Kupfermatritze hergestellt wurde und man dem lauschen konnte, was vorher von der Aufnahmenadel eingekratzt wurde. Diese Geschichte gefällt dem Rainhard und er setzt einen drauf: „Wusstest du, dass  Sinatra bei seinen frühen Aufnahmen eine Seite komplett in einem durch eingespielt hat?. Song – Pause – Song – Pause – Nächster! Wenn hinten am Ende nur einer gebatzt hat – alles im Oasch!“

Es scheint dem alten Hasen im Liedermachergeschäft große Freude zu machen, seine Songs aus den späten 80ern und 90ern  – als es noch Platten gab – jetzt von Hand neu einzuspielen. Da müsse sich zeigen, ob die Originale – seinerzeit mit Sequenzer, Synthesizer und elektronischem Schlagzeug aufgenommen – „jetzt nur mit einer Gitarre dargeboten immer noch Bestand haben?“ Haben sie!

Im Gehen versorgt mich Fendrich mit einer weiteren Anekdote aus der Urzeit der Musikproduktion: Zuerst gab es bekanntlich noch keine Schallplatten, denn Thomas Alva Edison hatte die Tonaufnahme per Walze erfunden. Wie aber wurde das alles rund und flach? Fendrich weiß es: „Der Edison war mit dem Henry Ford befreundet und der sagte eines Tages, ‚probier mal das Zeug mit dem ich meine Lenkräder herstellen lasse‘, irgendsoein Bakelit. Daraus hat man dann die ersten Schallplatten gepresst! Hat mir einer in Florida erzählt.“

Ein dolles Ding. Das will ich genauer wissen und google daheim: whow  – Edison und Ford waren Buddies, hatten ihre Villen nebeneinander stehen, in Fort Meyers/Florida. Der US-Sonnenstaat war auch zeitweise Rainhards zweite Heimat. Dort hat er seinerzeit ‚I am from Austria‘ geschrieben, der Allzeit-Hit der Östereicher und Titel eines Erfolgsmusicals in Wien, das schon in kürzester Zeit eine Viertelmillion Besucher angelockt hat. Aber das waren dann wieder Themen bei offenem Mikrofon…

Kick!

 

 

Niedeckens BAP – Für Enzejroove 2018

Die Stunde vor einem Konzert ist für Fans besonders aufregend. Man sucht seinen Platz, deckt sich vielleicht noch mit Getränken ein und fachsimpelt mit Gleichgesinnten. Meist hat der Mixer am Mischpult seine Lieblings-CD eingelegt und es dudelt schon mal Musik.

Nicht so bei Niedeckens BAP! Da bietet ‚Für Enzejroove‘ ein tolles Musikprogramm. Zur Tour 2018 dreht sich alles um die US-Südstaaten, um New Orleans und den Mississippi. Das sagt der Programmgestalter dazu…..