Der Bollerer

Die regionale Literatur-Szene merkt auf. Da entsteht ein neuer Stern am bewölkten Himmel der Mundartdichter. Der Bollerer.

Ein Autor in den besten Jahren wagt sich an die Kunst des Schreibens – in Mundart. Aus einer nahen und somit ähnlichen Sprachregion ins Saarland zugereist, verwendet der Bollerer ein Pseudonym und dichtet als ersten Kunstgriff in einer ihm bekannten aber nicht in die Wiege gelegten Sprachfärbung des Südwestens, auch weil ihm seine eigene Muttersprache dafür zu wertvoll ist.

Der Bollerer findet wie viele Mundartdichter die Themen auf der Straße. Anstatt sie – was naheliegender wäre – zusammen zu fegen und wegzuwerfen, greift er sie auf und trägt sie heim in seine Dichterwelt. So versucht der Bollerer gegen die unwiderlegbare Tatsache anzukämpfen, dass in der Kunst sehr oft banal und anal nur ein Buchstabe trennt

Dem Bollerer gelingt damit die fazinierende Mischung aus weinerlich-nostalgietümelnder Melancholie nebst einem ordentlich eingeschenkten Glas abgestandenes ‚Früher‘ und einer Prise augenzwinkernder Schalk plus einem Blinzler ungewisses ‚Morgen‘.

Er schreibt, er liest – mit dem Schnabel seiner Freunde, er lacht und weint unter uns

Der Bollerer

Kontakt an: derbollerer@gmail.com