Rhani Krija – Musik ist Liebe

Manchmal ist ganz viel Rhythmus drin: mit Trommeln, Tongefäßen, exotischen Klängen und einem faszinierenden Sound. Wenn es live dermaßen voll klingt, muss man unbedingt in den Bühnenhintergrund gucken. Da gibt es ganz viele Becken, Bongos, Glocken, Rasseln und mehr.

Ein Schlagwerker, der das virtuos bedient, hat enorm viel zu tun. Der Percussionist bei z.B. Sting oder auch bei Niedeckens BAP heißt Rhani Krija.

Ein Musiker aus Marokko der aber seit bald 30 Jahren in Köln lebt….

Phil Palmer – der Session-Man und stille Gitarrenheld

Phil Palmer, Jahrgang 1952, stammt aus London. Seit frühen Jugendtagen spielt er Gitarre, denn die Musik liegt ihm im Blut und scheint irgendwie auch Familientradition zu sein. Phils Onkels sind die Davies Brüder Ray und Dave. Während die 5 und 8 Jahre älteren Raufbolde als THE KINKS Welthits landen, schaut Neffe Phil lieber aus dem Hintergrund zu, übt fleißig und macht sich ab den 70er Jahren einen Namen als Studiomusiker und Live-Gitarrist. 

Phil Palmer spielt mit den ganz Großen auf der Bühne oder bei Plattenaufnahmen. Die Dire Straits nehmen ihn mit auf Tournee, auch Tina Turner und Eric Clapton setzen auf sein Talent. Für Chris de Burgh liefert er bei nahezu alle Plattenaufnahmen die richtigen Sounds und zupft z.B. den entspannten Groove bei ‚Lady in Red‘. Der Engländer spielt für Eros Ramazotti oder ist in Deutschland für Alphaville, Wolf Mahn oder Westerhagen aktiv. Auf rund 50 Nummer eins Hits ist Phil Palmer zu hören. In Italien steht eines seiner Solos im Lehrbuch für Gitarrenschüler.

Phil Palmer hat aus dem Bühnenhintergrund das Musikgeschäft fein beobachtet, jetzt packt er aus. Seine Memoiren tragen den Titel SESSION MAN und sind in Deutschland nur im englischen Original via ebay zu haben:

https://www.ebay.de/itm/254970618859?hash=item3b5d6ee3eb:g:WZEAAOSwbytgczdi

Phil Palmer hat mir im Internetchat seine Geschichte erzählt:

Die Hauptanweisung von Tina Turner als Chefin habe immer gelautet: „Wenn ich tanze spielst du gut. Wenn nicht, macht irgendjemand Jazz!“

Eros Ramazotti wolle auf der Bühne immer selbst Gitarre spielen, sei dabei aber viel zu laut und nicht besonders gut: „Jetzt ist er zwar beleidigt, aber in einem Buch darf und muss man die Wahrheit sagen dürfen“, zuckt Phil die Achseln.

Als der 69-Jährige von einem Solo im Eric Clapton Konzert in Argentinien berichtet, wird das Interview emotional. Phil ist zu Besuch bei seiner Schwester und erinnert sich, dass in seinem Zimmer noch die Gitarre aus Jugendtagen steht. Er bricht im Satz ab, holt stolz und bewegt das Instrument vor die Laptopkamera, auf dem er vor über 50 Jahren mit gerademal 14 exakt das angesprochene Solo (Badge von Cream) immer und immer wieder geübt hatte. Exakt die gleiche Tonfolge für den Meister ‚Slowhand‘ persönlich über 20 Jahre später live spielen zu dürfen, sei ein ganz besonderer Moment gewesen. Die beiden hätten sich unter dem Jubel der 50.000 zufrieden angelächelt.